Die traditionsreiche Schwimmveranstaltung fällt der verspäteten Reparatur der Winterschäden im Panoramabad zum Opfer. Die Veranstaltung wäre dieses Jahr zugunsten kleiner Herzpatienten durchgeführt worden.
Bonn, 7. Juni 2010. Vom 18. bis 20. Juni 2010 sollte im Rüngsdorfer Freibad das beliebte 48-Stunden-Schwimmen des Internationalen Schwimmvereins (ISV) Bad Godesberg statt-finden. Da das Rüngsdorfer Freibad aufgrund ausstehender Reparaturen jedoch erst Anfang Juli geöffnet wird, hat der Vorstand des ISV Bad Godesberg jetzt beschlossen, die Veran-staltung abzusagen.
Der ISV Bad Godesberg dankt dem Sport- und Bäderamt der Stadt Bonn und seinem Leiter Hans-Jürgen Hartmann für ihren unbürokratischen Einsatz, um eine Durchführung der Veranstaltung doch noch möglich zu machen. Nach gründlicher Abwägung ist der Vorstand allerdings zu dem Schluss gekommen, dass keine der möglichen Alternativen sowohl organisatorisch durchführbar als auch dem Zweck der Veranstaltung adäquat gewesen wäre.
Auf der nächsten Vorstandssitzung soll nun beraten werden, ob das 48-Stunden-Schwimmen an einem anderen Termin nach den Sommerferien ausgerichtet werden kann. Da der Wettkampfkalender in der Zeit schon sehr dicht ist, ist aber völlig offen, ob dies gelingt.
Im 60. Jahr seines Bestehens ist dies der zweite herbe Schlag für den Schwimmverein: Ein großer Teil der Trainingsstunden insbesondere der ersten Mannschaft fanden seit über drei Jahrzehnten im Viktoriabad statt, das die Stadt Bonn zum 30. Mai endgültig geschlossen hat.
Das 48-Stunden-Schwimmen, das traditionell seit 29 Jahren im Sommer stattfindet, ist eine ununterbrochene 48-stündige Endlosstaffel mit bis zu 100 Aktiven. Für jeden geschwom-menen Kilometer loben Sponsoren aus der Region eine Spende aus. Die Schwimmerinnen und Schwimmer wollten dieses Jahr ihre Bahnen für Kinder mit angeborenem Herzfehler absolvieren und die Hälfte des Veranstaltungserlöses der Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren e.V. spenden. Dass diese Unterstützung nun ausfällt, schmerzt auch Wolfgang Heer, den Geschäftsführer der Fördergemeinschaft: „Wir bedauern sehr, dass dieser tolle Unterstützungsvorschlag des ISV Bad Godesberg nun aufgrund der verschlepp-ten Badreparatur nicht umgesetzt werden kann.“
Der Internationale Schwimmverein (ISV) Bad Godesberg wurde im Sommer 1950 gegründet und ist mit rund 500 Mitgliedern einer der großen Bonner Schwimmvereine. Das 48-Stunden-Schwimmen findet seit Juli 1981 Jahr für Jahr großen Anklang bei den Sportfreunden und Besu-chern. Im vergangenen Jahr schwammen dabei 50 Teilnehmer insgesamt 182,5 Kilometer und erzielten damit eine Gesamt-Spendensumme von rund 2.200 Euro.
Die in Bonn ansässige Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren e. V. unterstützt seit 1989 die Verbesserung von Diagnostik- und Behandlungsmethoden sowie die Forschung im Be-reich angeborener Herzfehler. Seit der Gründung wurden rund 25 Millionen Euro für die Satzungs-zwecke aufgebracht und zudem die Operation von über 100 herzkranken Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten in Deutschland ermöglicht. Aktuell unterstützt die Fördergemeinschaft acht Projekte an den Herzzentren und Forschungseinrichtungen in Aachen, Berlin, Bonn, Gießen, Göttingen und Tübingen.
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